Gemeinde Pfaffenhofen im Klostergarten

Pfaffenhofen, Austria
Fotografia © Tanaj und Charly Lair
Fotografia © Tanja und Charly Lair
Fotografia © Tanja und Charly Lair
Fotografia © Tanja und Charly Lair
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Fotografia © Tanja und Charly Lair
Fotografia © Tanja und Charly Lair
Fotografia © Tanja und Charly Lair
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Architects
Architekturhalle
Any
2013
Preu
Ocult
Pisos
Ocult

Der zweigeschossige Baukörper des Gemeindehauses integriert sich selbstbewusst, bei gleichzeitiger Zurückhaltung in das bestehende Dorfensemble.  Als repräsentativer Bau zeigt er sich selbstverständlich und stellt sich dem im Hintergrund liegendem Kloster entgegen, welches durch den Neubau seine Wuchtigkeit  verliert. Die alten Klostermauern bilden  im Dialog mit dem neuen Baukörper interessante Plätze in unterschiedlichen Qualitäten aus. Durch die gewählte Materialität der Außenfassade wird der Bezug zu den üblichen Holzbauten im Ortskern gerecht.

Die natürliche Hanglage definiert klar zwei Funktionsebenen im Gebäude, mit unterschiedlich vorgelagerten Plätzen im Süden und Norden. Beide Ebenen sind im Inneren durch eine Stiege, welche die Blickbeziehung zur Kirche mit einbezieht, verbunden.

Der gepflasterte Vorplatz, mit einer westseitig orientierten Holzbank, ladet  zum Verweilen ein. Er präsentiert sich den Besuchern - um die natürlichen Geländesprünge auszugleichen - als vorgelagertes Podest. Dieser Platz ist gekonnt in die fußläufige Vernetzung des Dorfkernes mit eingebunden und bildet einen neuen wichtigen Anlaufpunkt im Ortsraum aus. Der mächtige bestehende Baum ist in das Ensemble mit integriert und bekommt einen neuen gebührenden Stellenwert.

Die dreiseitig verglaste  Bibliothek wird Teil des öffentlichen Geschehens und zeigt im Inneren ihren wertvollen Inhalt in Form  eines „Bücherspeichers“.

Die Räumlichkeiten für die Musik sind im  hinteren Teil des unteren Geschosses untergebracht. Das Probelokal mit seinen großen  Abstufungen und akustisch bearbeiteten Wänden entspricht einem idealen Raum für die Musik.

Folgt man dem neuen Gehweg, mit begleitender Straße Richtung Kloster, gelangt man auf die südseitig vorgelagerte, öffentliche  Platzfläche, eingebettet in  die grünen Böschungen des natürlichen Geländes mit all ihren Bäumen.

Eine Brücke verbindet diesen großzügigen Vorplatz mit dem Innenraum des Gemeindeamtes. Die in ihrer Erscheinung unregelmäßig gegliederte Holzfassade setzt sich in Form einer gebürsteten Lärchenholzwandverkleidung  in den Innenraum fort und weitet sich zu einem großzügigen, multifunktionell nutzbaren, lichtdurchflutetem Foyer aus. Um dieses Herzstück sind die Räumlichkeiten des Gemeindeamtes  funktionell angeordnet.

Das Gebäude ist in seinen Funktionen so flexibel angedacht, dass unterschiedlichste Kombinationsmöglichkeiten von Veranstaltungen stattfinden können.

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